Lebensversicherungen
Mit einer Lebensversicherung können Sie sowohl sich selbst als auch Ihre Angehörigen finanziell absichern. Wenn Sie finanziell abhängige Angehörige schützen wollen, brauchen Sie eine Risiko-Lebensversicherung. In Ihrem Todesfall bekommen Ihre Angehörigen dann eine Hinterbliebenenrente. Gerade wenn Sie nicht gesetzlich rentenversichert sind, ist diese Versicherung wichtig, denn falls Sie sterben, erhalten Ihre Angehörigen keine gesetzliche Rente. Da die Risiko-Lebensversicherung besonders kostengünstig ist, ist sie eine besonders beliebte Form der Absicherung von Kindern, Lebenspartnern und weiteren Angehörigen.
Eine alternative Form der Lebensversicherung ist die Kapital-Lebensversicherung. Diese können Sie als Geldanlage (üblicherweise als Altersvorsorge) und als Absicherung Ihrer Angehörigen nutzen. Beim Vertragsabschluss bestimmen Sie und der Versicherer die Versicherungssumme und das Datum des Versicherungsablaufs. Den Betrag erhalten Sie bei Erleben des Versicherungsablaufs bzw. Ihre Angehörigen, falls Sie vorher sterben sollten. Die Risiko-Lebensversicherung dagegen zahlt nur nach Ihrem Tod, ist jedoch entsprechend günstiger.
Haben Sie eine Kapitallebensversicherung und brauchen kurzfristig Geld, so können Sie die Lebensversicherung beleihen Die Zinsen sind hierbei meist deutlich günstiger als bei einem Raten- oder Dispokredit. Das Geld zahlen Sie entweder zurück oder es wird mit der Versicherungsleistung verrechnet. Ihr Versicherungsschutz bleibt weiterhin bestehen.
Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren
Es kann sehr vorteilhaft sein, eine Lebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren. Bei einem Kombivertrag bekommen Sie von der Versicherungsgesellschaft zusätzlich eine Rente, wenn Sie nicht mehr in Ihrem Beruf arbeiten können. Je nachdem, ob es sich um eine Risiko- oder eine Kapital-Lebensversicherung handelt, leistet der Versicherer außerdem bei Versicherungsablauf oder in Ihrem Todesfall. Ein Kombivertrag aus Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch deshalb sinnvoll, weil beide Produkte zusammen günstiger sind als bei einzelnen Abschlüssen.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie in jedem Fall abschließen, da Berufsunfähige vom Staat nur äußerst geringe Unterstützung erhalten. Jeder vierte Deutsche verliert vor dem Rentenalter die Fähigkeit, seinen Beruf vollständig auszuüben. Selbst wer dann die volle Erwerbsminderungsrente bekommt, kann nur mit rund 30 Prozent seines vorherigen Bruttolohns rechnen.
Wie viel die Versicherung gegebenenfalls auszahlt, ist abhängig von Ihren monatlichen Beiträgen und den Zinsen. Die Zinsen unterscheiden sich von Tarif zu Tarif. Prinzipiell können Sie wählen zwischen Versicherungen mit einer niedrigen Mindestrendite und fondsbasierten Varianten. Bei Letzteren ist die Rendite stärkeren Schwankungen unterworfen, kann aber deutlich ergiebiger sein als die Mindestrendite.