Unfallversicherung

Unfallversicherung BildDie gesetzliche Unfallversicherung leistet bei Unfällen, die am Arbeitsplatz und auf dem Hin- oder Rückweg entstehen. Unfälle in der Freizeit werden nur von der privaten Unfallversicherung berücksichtigt, und zwar weltweit und rund um die Uhr. Die private Unfallversicherung ist für jeden von Bedeutung, unabhängig von Alter und Tätigkeit. So haben Kinder bis zum Alter von drei Jahren keinen gesetzlichen Unfallschutz, später nur auf der Strecke von und zur Erziehungs- bzw. Bildungseinrichtung (Kindergarten, Schule etc.).

Falls Sie wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, ist die private Unfallversicherung besonders wichtig. In vielen Fällen ist die Unfallversicherung hilfreicher als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Haben Sie beispielsweise durch einen Verkehrsunfall ein Bein verloren, so sind Sie womöglich berufsunfähig, aber nicht erwerbsunfähig. Dies bedeutet, dass Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, jedoch in der Lage sind, eine andere Arbeit auszuführen. In dem Fall erbringt die gesetzliche und eventuell auch die private Berufsunfähigkeitsversicherung keine Leistung. Die private Unfallversicherung hingegen bietet in dem Fall eine Einmalzahlung oder eine lebenslange Rente.

Wichtig

Ein entscheidender Punkt ist die sogenannte "Gliedertaxe", die bei den Unfallversicherungen unterschiedlich ausfällt. Sie ist einer der Faktoren, aus denen die Höhe der Zahlung hervorgeht. Die normale Gliedertaxe besagt, dass beispielsweise der Verlust einer Hand zu einem 55-prozentigen Invaliditätsgrad führt. Manche Versicherungen berechnen hier einen deutlich höheren Grad. Je höher dieser ist, desto mehr Geld erhalten Sie.

Ein weiterer Aspekt ist die "Progression". Bei einer einfachen Progression werden z. B. bei einem 50-prozentigen Invaliditätsgrad 50 Prozent und bei Vollinvalidität die volle vereinbarte Grundsumme geleistet. Bei sogenannten "Progressionstarifen" werden bei starker Invalidität höhere Beträge gezahlt (z. B. bei 75 Prozent Invalidität die doppelte Grundsumme). Die Progressionstarife der privaten Unfallversicherung sind zwar teurer, jedoch wird das Risiko stärkerer Beeinträchtigungen besonders gut abgesichert.

Eine private Unfallversicherung ist nicht teuer. Ein 30-jähriger Mann erhält einen leistungsstarken Versicherungsschutz mit einer Progression von 500 Prozent und einem Invaliditätsgrundbetrag von 100.000 Euro für rund 95 Euro jährlich.